Wer sind die (Solo-)Selbstständigen?
Eines lässt sich eindeutig sagen, den oder die Solo-Selbstständige gibt es nicht. So vielfältig die Berufe sind, so unterschiedlich sind die Erwerbsbedingungen, die Biographien, die zur Selbstständigkeit führen, und nicht zuletzt das Erleben der Selbstständigkeit.
Ganz grundsätzlich aber lässt sich sagen, dass die Bedeutung der Solo-Selbstständigkeit in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hat. Selbstständig waren 2018 in Deutschland etwa vier Millionen Menschen, davon 2,2 Millionen solo-selbstständig (Bonin et al. 2020: 9). Während die Zahl der Selbstständigen mit Beschäftigten seit den 1990er Jahren fast konstant ist, hat die quantitative Bedeutung der Solo-Selbstständigen deutlich zugenommen und macht mittlerweile die Mehrheit der Selbstständigen aus. 2016 waren 10 % aller Erwerbstätigen selbstständig, die Mehrheit, etwa 6%, davon solo-selbstständig (Maier/Ivanov 2018: 14). Seither stagniert die Anzahl in etwa auf diesem Niveau. Trotz der Zunahme ist der Anteil der Solo-Selbstständigkeit in Deutschland im Vergleich zu europäischen Staaten eher niedrig – ihr durchschnittlicher Anteil in der Europäischen Union liegt bei 10% (Schulze Buschoff 2017: 55).




