Bevor ihr in eine kollektive Verhandlung eintretet, solltet ihr gut vorbereitet sein. Die folgenden Fragen bzw. Aktivitäten können euch in der Vorbereitung unterstützen:
Vorbereitung und Werkzeuge
Teambuilding
Teambuilding ist in der Vorbereitungsphase das A und O. Es hilft euch, eure Stärken zu erkennen und mögliche Lücken zu identifizieren. So legt ihr den Grundstein für einen erfolgreichen Verhandlungsprozess. Entscheidend ist eine passende Teamzusammensetzung: Aufgaben und Kompetenzen sollten sinnvoll verteilt sein, damit in der Verhandlung alles ineinandergreift und ihr euer volles Gruppenpotenzial ausschöpfen könnt.
Hilfreich ist zudem der Aufbau von Netzwerken. Der Austausch mit anderen Solo-Selbstständigen aus der Branche ermöglicht Zugang zu Erfahrungen, Ideen und relevanten Informationen.
Machtfrage klären
Klären solltet ihr auch die Machtfrage: In welchem Maße könnt ihr den Verhandlungsprozess beeinflussen und eure Ziele durchsetzen? Dabei spielen eure Geschlossenheit als Gruppe, euer Fachwissen und die Informationen, die ihr in die Verhandlung einbringt, eine zentrale Rolle.
Verhandlungsziel festlegen
Ein klares Verhandlungsziel erfordert gründliche Vorbereitung und Analyse – Kreativität kann dabei zusätzlich helfen. Zur Vorbereitung gehört auch die Beschäftigung mit Alternativen: Was passiert, wenn keine Einigung erzielt wird?
Die beste Alternative zu einer Verhandlungslösung (BATNA – best alternative to negotiated agreement) dient als Maßstab für das angestrebte Ergebnis. Sie definiert eure Minimalgrenze und schützt davor, in angespannten Situationen einer schlechteren Einigung zuzustimmen.
Verhandlungspartner
Vor Beginn der Verhandlung solltet ihr euch durch gezielte Recherche ein Bild von eurem Verhandlungspartner machen. Ebenso wichtig ist der Aufbau einer Beziehungskultur: ein offener, fairer Umgang, der zugleich klar an den eigenen Interessen ausgerichtet bleibt.

