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Definition ​

„Lobbyismus, Lobbying oder Lobbyarbeit ist eine aus dem Englischen übernommene Bezeichnung für eine Form der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, bei der Interessengruppen ("Lobbys") vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen die Exekutive, die Legislative und andere offizielle Stellen zu beeinflussen versuchen. Außerdem wirkt Lobbying auf die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit ein. Dies geschieht vor allem mittels der Massenmedien."

Lobbyismus als demokratisches Instrument ​

Lobbyismus ist Teil des demokratischen Systems beziehungsweise des demokratischen Prozesses. Unterschiedliche gesellschaftlichen Gruppen betreiben Lobbyarbeit. Die öffentliche Wahrnehmung ist jedoch oftmals negativ konnotiert. Nicht selten fallen Begriffe wie „Vetternwirtschaft", „Hinterzimmer-Deal" oder gar „Korruption".

Dennoch kann Lobbyarbeit Positives bewirken. Dies zeigt die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen, wie beispielsweise Greenpeace, Gewerkschaften, wie der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di oder sozialen Bewegungen wie „Fridays for Future“.

Im Gegensatz zum legalen Lobbying ist Korruption in Deutschland verboten und steht unter Strafe. Es existieren unterschiedliche Mechanismen, um Lobbying zu kontrollieren und Transparenz zu schaffen.

Hierunter fallen beispielsweise:

  • das Lobbyregister
  • die Parteispendenkontrolle
  • die Veröffentlichungspflichten von Nebeneinkünften und Unternehmensbeteiligung von Bundestagsabgeordneten
  • die Karenzzeiten zu Verhinderung des Drehtür-Effekts bei Regierungsmitgliedern

Darüber hinaus existieren zivilgesellschaftliche Kontrollmechanismen wie die Organisation „LobbyControl" oder investigative Medien.