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Strukturelle Benachteiligung: eine Vielzahl von GAPs ​

Diese strukturelle Benachteiligung wird anhand von diversen Gaps und Daten deutlich:

Nach der Darstellung des UN Women Deutschland (2024)  gliedert sich die Gender Pay Gap für Frauen multidimensional in Einkommens-, Renten-, Lebenseinkommens- und Sorgearbeitslücken auf. Seit 2020 verdienten Frauen im Durchschnitt 18 % weniger als Männer, was teilweise auf die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit zurückzuführen ist, die überwiegend von Frauen geleistet wird. Diese Ungleichheiten führen dazu, dass Frauen nicht nur geringere Einkommen erzielen, sondern auch im Alter mit einer Rentenlücke von 29,9 % konfrontiert sind, was ihre finanzielle Sicherheit gefährdet. Bei der Betrachtung der Lebenseinkommenslücke wird ersichtlich, dass Frauen im Erwerbsverlauf durchschnittlich 49,8 % weniger Einkommen als Männer erzielen.

Grafik_Strukturelle Benachteiligung

Die Hans-Böckler-Stiftung (2024) führt auf, dass es in verschiedenen Bereichen, wie etwa der schulischen und beruflichen Qualifikation, schon deutliche Verbesserungen der Gleichstellung zu Gunsten von Frauen gibt. Dennoch bestehen weiterhin deutliche Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung, auch in Führungspositionen sind Frauen stark unterrepräsentiert. Um die Geschlechtergerechtigkeit zu fördern, werden Reformen wie die Anpassung des Ehegattensplittings, der Ausbau institutioneller Kinderbetreuung und die Einführung verpflichtender Geschlechterquoten nach dem Vorbild anderer europäischer Länder vorgeschlagen.