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Was ist Organizing? ​

(Community) Organizing entstand in den 1930er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika als Antwort auf die schlechte sozioökonomische Situation in Chicago. Es etablierte sich dieses von der Gewerkschaftsarbeit beeinflusste Konzept. Die sozio-ökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen sollten ermächtigt werden, ihre Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Konzept des „Organizings“ in anderen Bereichen populär. Es kam beispielsweise beim Aufbau sozialer Bewegungen, in der Stadteilarbeit, in der Gewerkschaftsarbeit (bspw. bei ver.di) oder dem Wahlkampf von Barack Obama zum Einsatz.

„Organizing bedeutet: Gemeinsam einen Plan zu entwickeln und Menschen zu ermutigen, selbst aktiv zu werden, also sich mit uns zusammenzuschließen, um zusammen einen Unterschied zu machen[.]“ (Bewegungsschule: Selbstlernkurs 'Mehr werden')

Organizing ist ein Konzept zur aktivierenden Beziehungsarbeit und zum konstruktiven Mitgestalten. Es ist geprägt durch die Werte der Demokratie, der sozialen Gerechtigkeit, der Gleichberechtigung, der Gewaltfreiheit, dem Respekt vor unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Lebensentwürfen. Das Ziel ist das Hinterfragen bestimmter (lokaler) Machtstrukturen durch den Aufbau eigenständiger, handlungsfähiger Interessenvertretungen sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Die Machtstrukturen sollen im Hinblick auf demokratische Entscheidungsprozesse transformiert werden.

Organizing bedeutet kurz und bündig:

  • Machtbeziehungen zu verändern
  • Lebens- und Arbeitsverhältnisse nachhaltig verbessern
  • Menschen darin bestärken, ihre gemeinsamen Interessen durch Partizipation zu vertreten